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Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

 
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA) halten Fluchtwege frei, ermöglichen den gezielten Löschangriff, retten Menschenleben und schützen Sachwerte. Diese Tatsache - in der Praxis häufig nicht genug beachtet - stellt hohe Anforderungen an die Qualifikation der Hersteller und ausführenden Errrichter. Mit RWA-Anlagen werden Rauch,  Hitze und auch giftige Grandgase abgeleitet. Dies ist ein ganz wichtiger Aspekt, denn 90 % aller Brandtoten sind Opfer toxischer Gase.
 
erschwerte Brandbekämpfung ohne RWA mai-sicherheitstechnik.de erfolgreiche Rauchabführung durch eine RWA
Die Rauchschicht kann eine Rettung unmöglich machen
 
Durch die Sprinkleranlage wurde der Entstehungsbrand begrenzt. Die RWA-Anlage sorgt für eine Entrauchung und thermische Entlastung
 
Hilfeleistende Kräfte wie die Feuerwehr können schneller retten, wenn die Sicht nicht durch dichten Rauch versperrt wird. Natürlich erleichtert auch das Umfeld ohne den enormen Hitzestau den Einsatz.
 
  Treppenhaus RWA
 
Nach § 17 der Musterbauordnung (MBO) müssen bauliche Anlagen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung
von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.
Der Einbau von Rauchabzugsanlagen ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um aktive und passive Rettung von Personen sicherzustellen.  
 
Rauchausbreitung ohne und mit RWA mai-sicherheitstechnik.de
Rauchausbreitung ohne RWA Rauchausbreitung mit RWA   Wartung einer RWA-Lichtkuppel
 
 
 Um die dauerhafte Funktionstüchtigkeit einer eingebauten Rauch- und Wärmeabzugsanlage zu sichern und den Wert dieser Sicherheitsanlage zu erhalten, ist eine regelmäßige und fachgerechte Wartung und Pflege erforderlich.
 
Es obliegt der Sorgfaltspflicht des Betreibers, diese Leistung sicherzustellen. Unterlassene Wartungen führen zum Verlust des Gewährleistungsanspruches und können nach einem Brandfall zivil- und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Wesentliche Quellen für die festgelegten Vorschriften zur Wartung sind:
 
  • Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland  Artikel 2 (2)
  • Musterbauordnung (MBO) § 14 Brandschutz
  • Muster-Prüfungsordnung (MPrüfVO) § 1
  • DIN 57833 Teil 1
  • VOB § 13 Nr. 4
  • VdS/CEA-Richtlinie 4020
  • Allgemeine Bedingungen für Feuerversicherungen
 

Intervalle der Wartung

Die Intervalle für die durchzuführende Wartungen sind
u.a. vorgegeben:
 

in der DIN 18232-2 

   ... Nach Angaben des Herstellers, im Regelfall einmal im Jahr, müssen in regelmäßigen Zeitabständen NRA mit ihren ...
   ... Bei besonders schmutz- oder staubbelasteten Betriebsstätten sollten die Wartungsintervalle entsprechend verringert werden...
 

in der DIN 57833 Teil 1

   ... sind nach Herstellerangaben, jedoch mindestens einmal jährlich, durchzuführen ...
 

und in der VdS/CEA-Richtlinie 4020

   ... In regelmäßigen Zeitabständen, mindestens einmal jährlich, müssen nach den Angaben des Errichters ...
 

Wartungsumfang

Der genaue Umfang der Wartungsarbeiten ergibt sich aus der jeweiligen hersteller- und anlagenspezifischen Wartungsanleitung. Vor Beginn der Wartungsarbeiten ist die gesamte Anlage auf vorgenommene Änderungen (z.B. bauliche Änderungen durch Einbringen neuer Trennwände usw.) zu überprüfen.
 
Für die Wartung ist in der Regel vom jeweiligen Hersteller / Errichter vorgeschrieben, die komplette RWA an der Gruppenauslösestelle (Zentrale, Alarmkasten, Handmelder o.ä.) zu aktivieren, um so das reibungslose Ineinandergreifen aller Systemkomponenten ähnlich dem realen Einsatzfall zu beobachten und überprüfen zu können. Da der Wartungsmonteur an jedem Rauchabzugsgerät entsprechende Wartungs-, Reinigungs- und Pflegearbeiten durchführen muss, müssen diese entsprechend ungehindert zugänglich sein. Über durchgeführte Wartungen, Instandsetzungen usw. ist ein Betriebsbuch zu Führen, aus dem sämtliche Aktivitäten an der Anlage hervorgehen.
 

Wer darf warten ?

Für Arbeiten, bei denen die Sicherheit der baulichen Anlagen von der besonderen Sachkenntnis des ausführenden Unternehmens abhängt, wie es bei RWA-Anlagen der Fall ist, muss der Wartungsunternehmer seine Eignung nachweisen. Dies gilt neben der Wartung auch für die Instandsetzung einer RWA. Diese Arbeiten sollten deshalb nur solchen Unternehmen anvertraut werden, die über das erforderliche Know-how, über geschultes Fachpersonal und die zur Ausführung der jeweiligen Arbeiten evtl. notwendigen Spezialwerkzeuge verfügt.  
  
Eine regelmäßig gepflegte und gewartete RWA bleibt für viele Jahre funktions- und einsatzbereit. 
  
 

 

Rauchabzüge für Aufzugfahrschächte

 
Aufzugschachtentrauchung
mai-sicherheitstechnik.de
Aufgrund der neuen Energie-Einsparverordnung (EnEV) wird es notwendig, alle Gebäudeumfassungsflächen entsprechend dem Stand der Technik luftundurchlässig auszuführen.
 
Das gilt auch für Aufzugsschächte !
 
Diese wurden allerdings bisher mit Permanentöffnungen versehen, um für Frischluft zu sorgen und im Brandfall eine Austrittsmöglichkeit für Rauch zu schaffen. Planer, Architekten und Bauherren können künftig Systeme zur Aufzugschachtentrauchung einsetzen, die der Bauregelliste C entsprechen, um die gesetzlich geforderten Entrauchungsöffnungen ent-
sprechend der EnEV zu verschließen. Weitere Nachweise werden baurechtlich nicht mehr benötigt.
 
Das Unternehmen D+H bietet mit LSC ein EnEV-konformes System, das die Energiekosten oft um mehr als 1.000 € pro Jahr senkt und zugleich die Sicherheit im Aufzug erhöht. LSC sorgt für sicheren Rauchabzug und verhindert unnötige Wärmeverluste.
 
Denn die Rauchabzugsöffnung wird nur im Brandfall oder für kurzzeitige Lüftung geöffnet, so dass keine Warmluft über den Aufzugsschacht permanent aus dem Gebäude entweichen kann. Zusätzlich zur Branddetektion lässt sich die Hauptevakuierungsebe-
ne mit einem Rauchmelder überwachen. Das macht eine Evakuierungsfahrt des Aufzugs in eine sichere, rauchfreie Ebene möglich.
 
 
Quelle: D+H Mechatronic AG
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